Am Mittwoch, 11. Mai 2016, fand das RTI-Hörertreffen - Radio Taiwan International - statt.

Gemeinsam mit dem ADXB (Austrian DX Board) wurde ein einmaliger Abend mit interessanten Einblicken in Politik und Kultur des Landes und vor allem Wissenswertes über RTI dargebracht. Eine äußerst herzliche Aufnahme der beiden Damen, Intendantin Frau Sunshine Kuang und der Leiterin der deutschsprachigen Abteilung Frau Chiu BIhui zeichnete den geselligen Abend aus. Anbei kann ich zahlreiche Fotos des Abends zur Schau stellen. Die Bilder lassen sich durch einfachen Klick auf das Foto vergrößern und dann herunterladen. Die Bilder stehen öffentlich unter Angabe meines Namens zur Verfügung. Sollte eine bessere Qualität benötigt werden, so kann ich einzelne Bilder getrennt ausarbeiten. (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!):

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Wieder trafen sich zahlreiche Fuchsjagd-Enthusiasten im Wiener Prater zum saisoniellen Beginn des "Amateur Radio Direction Findings" - ARDF.

Es war kühl für diese Jahreszeit, doch hielt Petrus Segen durch und es gab keinen einzigen Regentropfen von oben, obwohl es ständig nach Regen aussah.

Eine Menge Newcomer bestellten per E-Mail Leihpeilempfänger.  Diesmal rechnete ich nicht damit, dass so viele Interessierte keinen Peilempfänger besitzen und hatte den ARDF-Koffer des Landesverbands Niederösterreich nicht mit dabei.

Heuer war der Start und auch das Ziel direkt am ÖVSV-Stand, der anlässlich der Ausstellung "Helfer Wiens" am 1. Mai in der Höhe des Planetariums an der Prater Hauptallee aufgestellt wurde. Das war organisatorisch einfacher und natürlich auch für die zahlreichen Zaungäste hoch interessant als die Läuferinnen und Läufer mit ihrem Funkequipment - Kopfhörer und Peilempfänger - Peilungen vornahmen und nach ihrem Lauf ins Ziel rasten.

Unser schnellster "ÖVSV Landesverband Wien" - Teilnehmer, der ja immer den echten Stoff-Fuchs als Wanderpokal mitnehmen kann, wurde diesmal Gerhard OE1GCA. Obwohl sein Sohn noch ein paar Meter vor ihm im Ziel eintraf, wurde Gerhard wegen seines Altersbonus einen Rang vorher platziert.

Herzlichen Dank an alle die mitgewirkt haben, auch jene die mich mit genügend Leihgeräten versorgt haben: Karin OE1SKC, Franz Brazda, Roland OE1RSA, Martin OE1MVA, Jan OE1AXA, Oskar OE1OWA, Reinhard OE1RHC

OE1AXA, Oskar OE1OWA, Reinhard OE1RHC

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Nebst zahlreichen Maiaufmärschen und dem ÖVSV-Stand bei den Helfern Wiens gab es am 1.Mai im Prater, rund um das Lusthaus eine aufregende Fuchsjagd – diesmal bereits mit international regelkonformen Entfernungen der eingesetzten fünf Fuchssendern. Diesmal machte uns das Wetter gottseidank keinen Streich durch die Rechnung, vielmehr war es ein prächtiges Sommerwetter und die gelbe Quelle von oben brachte jeden zum Schwitzen! Es war eine wunderbare Fuchsjagd und für alle Teilnehmer ein besonderes Ereignis, viele davon nahmen das erste Mal an einem solchen Wettbewerb teil.

17 Teilnehmer schafften die Hürde im 2-Stunden-Limit das Ziel zu erreichen. Erster Platz ging an OE3NSC Reinhard, den zweiten Rang und gleichzeitig der Wiener Wanderpokal (Stofftier-Fuchs mit Medaille) erhielt Jan OE1AXA; den dritten Platz erklomm Viktor OE3VUU mit je fünf gefundenen Füchsen. Die Auswertung aller Teilnehmer berücksichtigt Alter, Geschlecht sowie die Anzahl der gefundenen Füchse, das bedeutet, dass beispielsweise Kinder und ältere Teilnehmer adäquad in der Reihung aufscheinen.

Die nächsten Termine für ARDF- Fuchsjagd-Veranstaltungen im Wiener Raum:

  • Fuchsjagd mit 2 Füchsen anlässlich des KIDS-Days am 21. Juni in der
    Lobau (kindergerechte Ausführung und Einweisung in das Phänomen
    Funkpeilung auf 80-m)
  • 14. September: 80-m-Fuchsjagd im Maurer Wald bei der Schiessstätte
    (in der Nähe ist auch die bekannte Wotrubakirche am Georgenberg),
    diese Fuchsjagd ist Teil der österreichischen Meisterschaft.

Die Preisverleihung folgt nach dem erfolgreichen Füchsesuchen:

Der Landesverband-Fuchs ging an ...

Ein prächtiger Frühlingstag läutete die ARDF- bzw. Fuchsjagd-Saison in Wien ein. Vor allem hieß es für die meisten den neu erworbenen und aufgebauten Peilempfänger das erste Mal im Freien auszuprobieren und an der Peiltechnik für 80-Meter zu üben.

Jan OE1JTC mit Peilempfänger, Karte und Kompass, Hundeleine mit Hund, Funkgerät, Rucksack, ...

Jan OE1JTC mit Peilempfänger, Karte und Kompass, Hundeleine mit Hund, Funkgerät, Rucksack, ...

Überraschenderweise lockte diese Fuchsjagd etwa 20 Personen in den recht gut besuchten Wiener Erholungsraum. Zahlreiche Spaziergänger und Zaungäste staunten nicht schlecht, die doch sehr schräg anmutende Beschäftigung mit Peilempfänger und Kopfhörer durch den Prater Wald zu sehen und viele fragten uns was hier so abläuft.

Nicht nur das Wetter war uns hold, sondern auch die mittlerweile zum Wiener Team erweiterte Gruppe, die organisierte, Füchse aufbaute und mithalf den blutigen ARDF-Anfängern auf den Weg bzw. zu den Füchsen zu helfen.

 Ernst OE3EGS mit seiner Frau

Ernst OE3EGS mit seiner Frau, die ihm die Orientierung mit Karte abnimmt

Ganz herzlichen Dank an Connie L., Karin OE1SKC, Rainer OE1KIS und Andi OE1ADS für den tollen Aufbau und auf deren Hilfe  ich bei so einer großen Anzahl an Teilnehmern nicht mehr verzichten möchte!

Gerhard OE1WED beim Füchsesuchen

Gerhard OE1WED beim Füchsesuchen

Gerhard OE1GCA mit seinem Harmonischen Marcus

Gerhard OE1GCA mit seinem Harmonischen Marcus

Stefan OE1SCS, Roland OE1RSA und Manfred OE1DMS

Stefan OE1SCS und Roland OE1RSA interviewt Manfred OE1DMS für den Wien-Rundspruch

Unser Maskottchen war natürlich auch mit dabei und wurde vom Landesleiter gestreichelt:

Landesleiter Roland OE1RSA mit dem Wiener Wanderpokal

Roland OE1RSA mit dem Wanderpokal

Tom, OE1TKT

Grimmige Fuchsgeschichten aus dem Böhmischen Prater

Ein Bericht von der ersten Wiener Fuchsjagd seit Jahren, die auf Wiener Boden stattfand1

11 Uhr – leichter Nieselregen, eine schummrige Atmosphäre über dem Gelän­de, jedoch eine Aufge­regtheit lag in der kühlen, feuchten Atemluft. „Um Himmels willen“, jaulte er quer durch den Laaer Wald, und hinter ei­nem Dickicht funkte er schon wie wild auf dem Band zitternd sei­ne Morsesigna­le „M-O-E“ hinaus in die Weiten des ehe­maligen Zie­geleigeländes bis in den Osten hinüber wo sich die Löwy­grube be­findet.

Es war der Einserfuchs, der nichtsahnend dort ausharrte und seine fünf Kollegen um Hilfe rief. Ganz schön töricht, dass ausgerechnet der Fuchs in der Nähe des Treffpunkts von sage und schreibe 16 Fuchsjägern umkreist wurde. Mit ei­ner 7-Meter-Drahtan­tenne versehen fühlte er sich ge­nauso unwohl wie Tom OE1TKT, der drei Stunden vorher bei mäßigem Niederschlag die mitge­brachten Füchse auf Position gebracht hatte. Der Großteil des Geländes war nur zu Fuß er­reichbar, da im Laaer Wald das Fahrradfahren nicht er­laubt ist. Desto interessanter war dadurch die Fuchs­jagd, galt es immer auch einen Zugang ins durch Zäune abgesperrte Gebiet zu erlangen. Vor allem zwei Füch­se berichteten im Nachhinein, dass so mancher Fuchsjäger verwundert vor ei­nem Zaun stand und das Bakensignal doch hinter dem Zaun hervorquoll – eine Qual. Also galt es für den einen oder anderen ein paar Meter mehr zu ge­hen oder zu laufen, denn es waren wie geplant zwei Wertungs­gruppen unterwegs: eine Gruppe Läu­fer auf der flinken Tour und zahlreiche Geher im ge­mütlichen Spaziertrott.

Für viele Teilnehmer war dies der allererste Wettbewerb, motiviert durch den gemeinsamen Peiler­aufbau im Clubheim in der Eisvogelgasse waren viele Neugeräte im Einsatz. Jan, Matthias OE1MXC, als auch Hermann OE1HEF schraubten zu Beginn sogar noch an den Innereien Ihrer Peilempfänger herum, um das letzte Quäntchen herauszuholen.

Die erste Startgruppe mit Landesleiter Roland OE1RSA und Karin OE1SKC sowie Rainer OE1KIS waren bereits den Füchsen auf der Spur. Die anderen Gruppen, meist auf zwei Personen aufgeteilt, mussten noch abwarten und starteten dann jeweils im 5-Minuten-Intervall. Gut, dass das Vorpeilen bei diesem Bewerb erlaubt war. Jeder hatte ausreichend Zeit und nützte diese zum Einzeichnen der Peilstrahlen in die Landkarte.

In der Praxis war das Vor-Rückwärts-Peilen, bzw. das Zuschalten der elektrischen Antenne für manche nicht ganz so ersichtlich wie es die Theorie erklärt. Beim 80-Meter-Empfänger und der üblichen Ferritstabanten­ne entspricht die Abhängigkeit der Empfindlichkeit vom Einfallswinkel die einer Achtercharakteristik (Antennendiagramm). Mit dem Zuschalten der elektrischen Stabantenne wird diese Komponente mit dem Signal der Ferritstabantenne überlagert und es entsteht eine Hypernieren­charakteristik (Hypercar­dioid) des Peilempfängers. Bei den ersten Versuchen im Funkpeilen kann der Vorgang zur Richtungsbestimmung oftmals daneben gehen, auch erfahrene Läufer tappen manchmal noch in die Falle und laufen in die um 180° falsche Richtung.

Allerdings standen uns erfahrene Läufer wie der am weitesten aus Kumberg bei Graz angereiste Alexander OE6GRD, Reinhard OE3NSC und Karl OE3KAB für etwaige Fragen und Erprobungen zur Verfügung. Vom Veranstalter Tom OE1TKT erhielt man jedoch auf Fragen, ob etwa der Vierer­fuchs im Nord­westen oder im Südosten zu suchen sei oder ob es klüger wäre, den Dreierfuchs als Ersten zu neh­men, keinerlei Auskünfte.

Da zu Beginn Karl OE3KAB auf Elias (11-jähriger Sohn von Andreas OE1ADS und XYL Connie) einen dermaßen kompetenten Eindruck hinterließ, wechselte Elias just von der Geher- zur Läu­fer-Gruppe und schloss sich Karl beim Sprinten an. Wer dann wen beim Rennen antrieb, das bleibt uns ein Geheimnis.

Andreas OE1ADS lief außertourlich mit, das heißt: voll bestückt mit seiner Filmkamera und einer Steadicam-Halterung, die er sich wie ein wackerer Ritter um den Oberkörper schnallte. Die Kamera hatte er wetterfest und vor Regen geschützt eingepackt und hielt viele Sequenzen des Wettbewerbs leibhaftig für einen gelungenen ARDF-Film fest: http://youtu.be/7E8znLhxSOc.

Nicht nur alle Füchse mussten dem nassen Gelände trotzen, auch einiges an Schuhwerk hielt dem feuchten Wald- und Wiesenwegen nicht ganz stand. Yuliya, die zusammen mit Jan (beide SWL) im Gelände die Füchse aufspürte, hatte diesbezüglich eine besonders hohe Affinität zu Wasser.

Schlußendlich kamen alle begeistert wieder beim Zielfuchs an und überreichten glücklich die abgezwickten Laufkarten, welche die Besuche bei den Füchsen bestätigten. Unsere beinahe professionellen Fuchsjäger Reinhard OE3NSC, Alexander OE6GRD und Attila OE1LTS erreichten beim Lauf die ersten drei Plätze – Gratulation!

Etwas Neues und ganz Besonderes gab es bei dieser Veranstaltung für den oder die Schnellste(n) aus dem Wiener Landesverband: Tom OE1TKT stellte einen Wanderpokal in Form eines Stofftiers zur Ver­fügung, ein Exemplar aus der Serie Yomiko Classics von der Firma Russ Berrie aus den USA. Eine runde Medaille ziert diesen Fuchs und der Name sowie das Rufzeichen des jeweiligen Gewinners wird bis zur nächsten Fuchsjagd-Veranstaltung eingraviert. Welch ein Zufall, Jan (Sohn von Tom OE1TKT) erhielt diesen Wanderpokal bei der Siegerehrung! Somit braucht dieses Tierchen seinen Fuchsbau derzeit nicht wirklich verlassen und bleibt bis voraussichtlich 1. Mai in der Familie.

Einen ganz herzlichen Dank ergeht an die beiden Sponsoren der Pokale für die Erstgereihten: Franz, OE1AOA, Point Elektronik und Frau Jost, Bankhaus Krentschker in Wien/Graz.

Ein ganz gemütlicher Ausklang im Gasthof „Zum Werkelmann“ im Böhmischen Prater rundete die geglückte Veranstal­tung ab, nur den Füchsen wurde der „Saft“ abgedreht und diese dürfen erst wieder bei der nächsten Fuchsjagd frei gelassen werden.

Bis bald, Euer Tom OE1TKT

1Laut Aufzeichnungen war die erste Wiener Fuchsjagd (Österreichische Meisterschaft) am 3. und 4. 10.1964. Der genaue Austragungsort ist nicht bekannt. Auch am 19.5.1966 wurde von OE1 auf dem 80- und 2-Meterband eine Fuchsjagd veranstaltet. Der letzte Bewerb in Wien fand am 30.5.1975 statt. Quelle: OE6GC